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Geschäftsführung

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"Das ist mein viertes Leben", sagt Petra van Oyen, die seit Sommer 2004 aktiv die PAVOY GmbH Paul van Oyen leitet. Viertes Leben? Die Tochter des Firmengründers bezeichnet jeden Abschnitt ihres beruflichen Werdegangs als "ein Leben", weil jeder Abschnitt so anders war.

Begonnen hat sie als Profi-Tennisspielerin, unterstützt und gefördert von ihrem Vater Paul. Sie brachte es auf insgesamt 10 deutsche Meistertitel, ehe sie wegen zahlreicher Verletzungen schon jung das Berufssportlerinnen-Leben aufgeben musste. "In diesen Jahren habe ich viel gelernt, war weit weg von zuhause und meist auf mich alleine gestellt. Schon als junges Mädchen habe ich viele Länder, Menschen und Kulturkreise kennen gelernt. Eine gute, manchmal aber auch harte Schule."

Sie hat gelernt zu kämpfen, auch um eine neue berufliche Chance, die sie nach dem Tennis beim ZDF bekam und dort das Fernsehgeschäft lernte. 1987 wechselte sie zu einem damals noch völlig unbekannten kleinen Privatsender nach Luxemburg, zu RTL plus. Während beim ZDF alles perfekt organisiert und strukturiert verlief, hieß es bei RTL plus: Jeder macht alles! So lernte die Jung-Redakteurin, die beim ZDF immer auf die Hilfe eines fachspezifischen Kollegenkreises zurückgreifen konnte, nun das komplette Spektrum des Fernsehens: Satelliten buchen, Übertragungsrechte einkaufen, Filme schneiden, Studios ausstatten und und und. In wenigen Jahren wurde aus RTL plus einer der bedeutendsten europäischen Sender, mittlerweile in Köln ansässig. Petra van Oyen blieb knapp 12 Jahre bei RTL, moderierte in dieser Zeit, ihrem "zweiten Leben", den Sportteil in den Hauptnachrichten, diverse Sportsendungen und führte Interviews bei Fußball-, Formel-I-, Box- oder Tennisübertragungen.

Als dann Ende der Neunziger ein Angebot der AUDI AG kam, griff sie zu. "Das hat mich sehr gereizt", denn sie übernahm die Leitung der Sport-Kommunikation des Ingolstädter Autobauers, und damit begann ihr "drittes Leben". Nun lernte die mittlerweile 37 Jahre alte Fernsehfrau die Industrie kennen. "Eine Erfahrung, die mir beim Einstieg bei PAVOY sehr geholfen hat." Als Mitglied des Audi Managements zeichnete sie für die Kommunikation sämtlicher Sport-Engagements der AUDI AG verantwortlich, hauptsächlich für den Motorsport, aber auch für die Sponsoring-Aktivitäten im Wintersport, beim Radsport, Springreiten, Golf oder Segeln.

Im Juli 2001 starb ihr Vater Paul van Oyen, auch für die Tochter überraschend. "Mein Vater hielt sich bei meinen beruflichen Entscheidungen immer im Hintergrund, er hat mir nie reingeredet, aber er gab mir immer ein Gefühl der Sicherheit, wenn doch mal was schief gehen würde. Und plötzlich konnte ich nicht mehr mit ihm sprechen, und ich fühlte mich ziemlich allein."

Nach dem Tod des Vaters blieb Petra van Oyen noch drei Jahre bei Audi, ehe sie sich für ihr "viertes Leben" entschied. Zunächst erwarb sie die Anteile ihrer beiden Brüder, ehe sie im Sommer 2004 aktiv die PAVOY-Geschäftsführung übernahm. Als Branchenfremde musste sie schnell lernen, hatte aber auch ein wenig Glück, gleich zu Beginn einige wichtige Entscheidungen aus dem Bauch heraus richtig getroffen zu haben. Die Jung-Unternehmerin, die mit ihren nun schon 43 Jahren gar nicht mehr so jung war, arbeitete hart: PAVOY sollte einen "neuen Anstrich" bekommen. Die bekannt gute PAVOY-Qualität musste bleiben, aber die Produktionskosten durch Rationalisierungsmaßnahmen sinken und der Vertrieb aktiver werden. "Kurzum", so van Oyen "alle PAVOY-Kunden sollen mit uns rundherum zufrieden sein!" Dass sie diesem Ziel ein großes Stück näher gekommen ist, beweist die Umsatzsteigerung seit ihrem "Amtsantritt": Von 2004 bis 2008 wurde der Umsatz deutlich mehr als verdoppelt. "Mein viertes und ganz bestimmt letztes Leben hat gut begonnen!"